Unsere Lavendelfarm
 "Le Château Du Bois"

Leidenschaft und Fachwissen

Lavendelanbauer, eine Tradition der Haute Provence und die Weitergabe von Kultur und Fachwissen

Le Musée de la Lavande - Coustellet - Nos plantationsUnsere Plantagen

Weit entfernt von jeglicher Umweltverschmutzung erstrecken sich unsere Felder mit dem „Echten Lavendel“, auch „Kultivierter Berglavendel“ genannt, über mehr als 80 Hektar (auf den 300 Hektar des gesamten Anwesens) und machen mehr als 10% der Lavendelproduktion  Frankreichs aus. Da der Lavendel alle 10 Jahre ausgerissen und verbrannt werden muss, müssen wir eine Umtriebszeit einhalten.


Wir kultivieren ausschließlich die Sorte Lavandula Augustifolia P. Miller, auch bekannt als Echter Lavendel, Feiner Lavendel oder Kultivierter Lavendel.

Jedes Büschel stammt aus einem anderen Samen und ist somit anders als das benachbarte Büschel. Diese Unterschiede wirken sich beträchtlich auf die Geruchsqualität und -komplexität der ätherischen Öle aus.

Lavendel ist ausgesprochen resistent gegen Kälte und die Höhe in 1100 m ist ideal. Die Pflanze ist sehr kalkliebend und gedeiht nicht gut in sauren, lehmhaltigen, dichten und schweren Böden. Eine gute Sonnenbestrahlung ist entscheidend für einen guten Ertrag an Essenz. Die Pflanze ist also perfekt an unsere Böden angepasst.

Sie mag die Regenschauer, wenn die Pflanzen entnommen werden, nachdem sie gepflanzt wurden, im Mai und Juni, wenn die Blüten sich entwickeln und am Ende des Sommers, wenn die Pflanzen nach der Ernte entnommen werden.

 

Landwirtschaftliche Arbeiten

Wenn man an Lavendel denkt, sieht man die blauen Blütenrispen vor sich, die Destillerien, die die Region mit ihrem Duft erfüllen ... der Lavendelanbau beschränkt sich allerdings nicht auf eine Saison. Das ganze Jahr über muss die Pflanze gehegt und gepflegt werden.

Frühling

Frühling- März: Es ist Pflanzzeit. Wenn der Boden langsam auftaut, werden die jungen Pflanzen des Echten Lavendels - oder wildwachsende Pflanzen - aus den hochgelegenen Pflanzgärten entnommen. Diese werden mit den nackten Wurzeln in präparierte Böden verpflanzt. Mithilfe eines Rädchen, das mit Pinzetten versehen ist, werden die Pflanzen einzeln in Abständen von 30 cm eingepflanzt, zwischen den Reihen liegen 1,50 m Abstand. Pro Hektar werden 17.000 Setzlinge gepflanzt. Jedes Jahr werden auf der Lavendelfarm „Le Château du Bois“ zwischen 7 und 10 Hektar neu bepflanzt.
-April-Mai: Beginn des „Hackens“, dies ist die mechanische Unkrautbekämpfung mit einer „Hacke“, die hinten am Traktor befestigt wird und mit großen Greifhaken versehen ist, mit der das Unkraut zwischen den Lavendelreihen gejätet wird. Bei jungen Lavendelpflanzen (unter 3 Jahren) erfolgt die Unkrautbekämpfung durch manuelles Hacken, da die zu kleinen Pflanzen von der Hacke herausgerissen werden könnten. Anschließend wird die Erde mit organischem Dünger angereichert.

Sommer

Sommer- Mitte Juni: Anfang der Blütezeit. Die Unkrautbekämpfung wird eingestellt, um die jungen Pflanzen, die sich entwickeln, nicht zu beschädigen. Nun wird alles für die Destillation vorbereitet: die Gasbehälter werden nachgefüllt, der Wasserstand in den Regenwasserspeichern wird überprüft, die Saisonarbeiter werden kontaktiert ...
Mitte Juli: Die Pflanzen stehen in voller Blüte. An den Ähren wird das Reifestadium des Lavendels untersucht, um einen ungefähren Termin für die Ernte festsetzen zu können. Ende Juli, zwischen dem 20. und 27., beginnt die Erntezeit. Heute verwenden wir bei der Ernte eine Schneidemaschine, die an einem Hochradschlepper befestigt ist, wodurch der Fahrer ideale Sicht auf seine Arbeit hat.
Er bestimmt die Schnittlänge der Stengel.
Die Maschine ist mit einem Rohrtransportband versehen, mit dem der Fahrer den Lavendel von 6 aufeinanderfolgenden Ackerfurchen gleichzeitig einsammeln kann.
Die so eingesammelten Rispen werden zu Schwaden angehäuft, so dass sie trocknen können, ohne zu gären. 2 oder 3 Tage später wird mit der Destillation begonnen. Wenn kein Regen dazwischenkommt, dauert die Ernte ungefähr 15 Tage. Diese Zeit ist die aufregendste, denn sie stellt den erfolgreichen Abschluss eines ganzen Arbeitsjahres dar!
- August: Es muss schnell wieder mit der Unkrautbekämpfung begonnen werden, denn das Gras ist seit Beginn Juni wieder nachgewachsen.

Herbst

Herbst- Oktober: Die Lavendelpflanzen, die älter als 10 Jahre sind, müssen herausgerissen und verbrannt werden, anschließend muss der Boden für die Pflanzzeit im März vorbereitet werden, d.h., dass große Steine entfernt und die restlichen Steine mit einer „Steinbrecher“ zerkleinert werden, danach wird der Boden gepflügt, damit er lüften und sich den ganzen Winter erholen kann.
- November: Es ist Saatzeit. Samen werden in den Pflanzgärten kurz vor Einbruch der kalten Winterzeit gesät. Die Samen werden im April des darauffolgenden Jahres zu keimen beginnen. Nach 3 Jahren können die Setzlinge für eine neue Pflanzung verwendet werden.
Hiver

- Dezember, Januar, Februar: Da der Boden gefroren ist, sind diese Monate Ruhezeit für den Boden und den Lavendelanbauer, der nun seinen Gerätepark inspizieren und warten kann. Die landwirtschaftlichen Methoden haben sich verändert. Man musste sich aufgrund der Verkümmerung der Pflanzen anpassen, welche oft aufgrund von durch Kultivierungsmethoden hervorgerufenen Stress, einem durch Bakterien hervorgerufenen ansteckenden Syndrom, auftrat. Die Strategie ist nun, vernünftiger einzugreifen und sich um die Entwicklung und den Charakter der Pflanze zu kümmern: vom Samen bis zur Blüte und vom Schnitt bis zur Destillation. Um den Boden zu regenerieren, werden mehrere Umlaufzeiten eingehalten. Der Boden wird gereinigt, um ihn fruchtbarer zu machen. Darüber hinaus wird für die Behandlung Regenwasser eingesetzt, zusammen mit Produkten und Methoden, die in Einklang mit der Biodynamik der Pflanzen sind ...

Die Rolle der Bienen

Die Rolle der BienenDie Biene und der Lavendelanbauer sind Verbündete, aus diesem Grund lädt die Familie Lincelé die befreundeten Imker ein, ihre Bienenstöcke in der Nähe der Lavendelfelder zu bringen. Die Bienen sammeln sehr gerne Lavendelpollen, denn Lavendel ist eine süße Honigpflanze. Das unaufhörliche Trachten der Bienen erhöht den Lavendelertrag. Man muss wissen, dass eine Biene pro Stunde 700 Blüten besucht. Wenn die Biene den Nektar entnimmt, hört die Sekretion der Blüte auf. Auf diese Weise spart sie eine bestimmte Menge an Zucker, die bei der Zusammensetzung der Essenz verwendet wird.
In bestimmten Perioden des Jahres findet eine echte Wanderimkerei statt, die Imker können ihren Kunden dann den aromatischsten und köstlichsten Honig anbieten: Lavendelhonig
Dieser Austausch lohnt sich also für alle Beteiligten.

 

 

 

 

 

 

Fotogalerie

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